Aktionswoche „Gemeinsam gegen Krise und Krieg“

Mit eindrucksvollen Demonstrationen und Aktionen in vielen europĂ€ischen StĂ€dten begann am 28. MĂ€rz  mit dem Aktionstag gegen das unsoziale Krisenmanagement weltweit die „Aktionswoche gegen Krise und Krieg“, mit der Attac zusammen mit Verterterinnen und Vertretern zahlreicher Organisationen auf die gegenwĂ€rtige Krisendynamik reagiert. In der ErklĂ€rung der Gruppen heißt es:

"Der Finanzkapitalismus, auf seiner gnadenlosen Jagd nach Maximalprofit, hat eine der schwersten globalen Wirtschaftskrisen ausgelöst, die sich mit der Energie- und Klimakrise verbindet. Die Schockwellen der Finanzkrise haben lÀngst die Produktionsunternehmen erreicht. Die kapitalistische Welt befindet sich in einer tiefen Rezession.

Das Schrumpfen der Wirtschaft wird, wenn nicht grundlegend umgesteuert wird, Massenarbeitslosigkeit, Armut und soziale Ängste vergrĂ¶ĂŸern. Der Druck auf die BeschĂ€ftigten der IndustrielĂ€nder wird zunehmen. Viele Volkswirtschaften der EntwicklungslĂ€nder sind doppelt hart betroffen; Die Millennium Entwicklungsziele und andere Versuche, eine sozial gerechte und umweltfreundliche Entwicklung in Gang zu setzen und drohende Klimakatastrophen zu verhindern, rĂŒcken in weitere Ferne.

Vor diesem Hintergrund planen die NATO-Staaten neue militĂ€rische Strategien, um die Herrschaft der ökonomisch angeschlagenen USA und ihrer Partner in der EU zu sichern. Die Absicherung der neuen Weltordnung wird immer gewaltigere Mittel verschlingen (schon jetzt belaufen sich die MilitĂ€rausgaben der NATO-Staaten jĂ€hrlich auf fast 900 Milliarden Dollar) – Mittel, die fĂŒr sozial und ökologisch sinnvolle Wege aus der Krise fehlen.

Krise und Krieg waren im Kapitalismus schon immer enge Verwandte. Und im modernen finanzmarktgetriebenen Kapitalismus, haben die weltweiten AusbeutungsverhĂ€ltnisse derart gewaltsame Formen angenommen, dass sie mit militĂ€rischen Mitteln gestĂŒtzt werden mĂŒssen. Widerstand gegen die kapitalistische Krise muss also nicht nur Regulierung der FinanzmĂ€rkte fordern und die Sicherung des Sozialen in den Vordergrund stellen, sondern auch eine antimilitaristische Stoßrichtung haben.

 

  • dass die Folgen der Krise von den Reichen bezahlt werden, denen die Vermögensgewinne zugeflossen sind,
  • dass die unmittelbaren Krisenfolgen mit einem ökologischen Umbauprogramm und massiven Investitionen in die soziale Infrastruktur abgefedert werden,
  • dass der neoliberale Kurs der Privatisierung und Deregulierung beendet wird,
  • dass die FinanzmĂ€rkte geschrumpft, die Weltwirtschaft reguliert und die Banken und andere SchlĂŒsselbereiche der Wirtschaft aufs Gemeinwohl orientiert werden,
  • dass eine Politik des Friedens und der zivilen Konfliktlösung den Kurs der AufrĂŒstung und der militĂ€rischen Intervention ablöst dass die Kriege im Irak, in Afghanistan und im Nahen Osten umgehend beendet werden,
  • dass die NATO aufgelöst und Europa in ein System kollektiver Sicherheit eingebettet wird." 

 

DafĂŒr waren wir 28. MĂ€rz in ganz Europa auf die Straße.

DafĂŒr stehen wir am 1. und am 2. April vor den Toren des G20-Treffens in London.

DafĂŒr werden wir am 4. April in Straßburg und Baden-Baden anlĂ€sslich der NATO-Feier demonstrieren.

 

Weitere Details zu den Nato-Protesten, insbesondere der Aufruf des Vorbereitungskreises „Nein zur NATO 2009“, finden sich auf der Sonderseite der Attac-Projektgruppe Nato unter www.attac.de/nato.

 

Weitere Informationen zu den AktivitÀten zum G20 Gipfel in London finden sich demnÀchst hier...

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